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Der demographische Wandel diktiert die ordnungspolitischen
Ziele

Der demographische Wandel, mit einer Zunahme der Morbidität bei gleichzeitigem Rückgang der beitragspflichtigen Einnahmen,
stellt das Gesundheitswesen vor drängende Finanzierungsprobleme. Der Ausbau von Wettbewerbselementen auf dem
Leistungsmarkt wird dabei als wirksames Mittel zur Ausgabenbegrenzung gesehen. Die Grundlagen dafür wurden durch die
ordnungspolitischen Rahmenbedingungen der letzten Jahre gelegt.

Versorgungsmanagement in Deutschland bekommt Kontur

Mehr Wettbewerb im Gesundheitswesen führt zu mehr Wirtschaftlichkeit und weniger Bürokratie, bei gleicher oder gesteigerter
Versorgungsqualität, so die einfache Theorie. Geleitet von dieser Hypothese wurden, mit den Gesundheitsreformen der
letzten Jahre, die Handlungsoptionen der Krankenkassen auf dem Leistungsmarkt stets erweitert.

Um eine teure Versorgung bei einer steigenden Anzahl von chronisch kranken Versicherten ökonomisch zu überleben,
müssen Kostenträger die gegebenen Möglichkeiten gezielt in selektivvertragliche, kassenindividuelle Versorgungs- und
Vergütungsmodelle umsetzten und rigoros evaluieren. Entsprechende mögliche Einsparpotenziale können aber erst mittel-
bis langfristig realisiert werden.

Direkte Konsequenz:

Der zweigleisige Weg der Krankenkassen in eine ungewisse Zukunft:

  1. Kurzfristig selektives Kontrahieren mit Pharmaunternehmen und Leistungserbringern
    inkl. Verträge für Originalpräparate.
  2. Mittelfristig kassenindividuelles Versorgungsmanagement für Chroniker auf wettbe-
    werblichem Weg mittels selektivvertraglicher Versorgungsmodelle für kostenintensive
    Krankheiten mit hoher Betroffenheit.